Mein Rügendrachen Ausflugstipp mit Kindern auf Rügen:

Leuchtürme Kap Arkona auf Rügen bei Mohnblüte

Ausflug zum Kap Arkona, Putgarten und Vitt.

Kap Arkona mein liebstes Ausflugsziel auf Rügen: Leuchttürme, fast keine Autos, steil abfallende Klippen, die Überreste einer Slawenburg...

Geboren wurde ich hier vor 1088 Jahren in einer stürmischen Nacht in einer Drachenhöhle in den Felsen bei Kap Arkona. Heute stehen hier die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Rügen: Die Leuchtürme von Kap Arkona! Meine Inselrundflüge starte ich von einem der zwei großen Leuchttürme am Kap Arkona. (Seit 2002 steht hier auch noch ein kleiner Leuchtturm und außerdem steht hier noch ein Peilturm unmittelbar neben den Überresten der Jaromarsburg. Auf ihm befindet sich eine Aussichtsplattform in ungefähr 20 Meter Höhe, über 111 Stufen gelangt man dorhin.) Schön ruhig und windig ist es hier, das tut Ohren und Flügeln gut!

Aber für euch der Reihe nach:

Für einen Ausflug mit der Familie an das Kap Arkona parkt ihr, wenn ihr mit dem Auto kommt, am besten in Putgarten (Tagesgebühr: 4€), da weder nach Vitt noch zum Kap Arkona Autos fahren dürfen (stattdessen nutzt die Elektrobahn (hin & zurück: Erwachsene 4 €, Kinder 1€), Fahrrad (aussichtsvolle Route: Sagard -> Bobbin -> Glowe -> Juliusruh -> Kap Arkona), Füße oder Pferdekutsche (Rundfahrt 10 €).

Dieses Jahr wurde eine Busverbindung zum Kap Arkona eingerichtet, allerdings beobachte ich dies mit gemischten Gefühlen, hier passen diese großen Busse einfach nicht hin und ich verstehe auch nicht ganz den Zweck den die Verkehrsbetriebe damit verfolgen – es gibt ja die Elektrobahn. Eine ähnliche Merkwürdigkeit, die neue Buslinie zum Jagdschloß Granitz, wurde auf öffentlichen Druck bereits wieder eingestellt.

Die „weiße“ Kapelle über Vitt (die letztes Jahr merkwürdigerweise plötzlich terakotta-farbig gestrichen wurde, es heißt, so sah sie früher aus, ich erinnere mich allerdings nicht mehr…) und der rote, viereckige Leuchtturm am Kap sind nach Plänen des berühmten Baumeisters Schinkel gebaut. Bevor ihr euch auf den Weg zu den zwei großen Leuchttürmen am Kap macht, mit Ausstellungen und Imbissen, lohnt es sich, im historischen Gutshof-Ensemble „Rügenhof“ in Putgarten auf den schönen Spielplatz auf dem Marktplatz zu toben oder im Gutshaus bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen im Garten zu sitzen, in den vielen gebrauchten Büchern zu schmökern, hier könnt ihr übringens auch meine weißen Rügenbücher kaufen. Außerdem könnt ihr an den Marktständen z.B. wunderschönen Schmuck aus Chirugenstahl erstehen, stöbern und altes Handwerk, zum Beispiel die Korbflechterei oder Holzschnitzerei (heute mit Mororsäge), entdecken und ein Rügener Kreidemännchen als märchenhaften Glücksbringer erstehen oder (nach Anmeldung) selber herstellen. www.ruegener-kreidemaennchen.de

Schräg gegenüber vom Rügenhof könnt ihr bei Woody’s little Britain Five-O’clock-Tea mit Scones zu euch nehmen oder euch eine der lebhaften Sandsteinfiguren erwerben. Gut essen könnt ihr im gemütlichen, familiengeführten Hotel & Restaurant zum Kap Arkona. Besonders sehenswert ist der wunderschöne Badeteich mit Goldfischen, Fröschen und Karpfen im Garten.

Eine andere Sehenswürdigkeit ist das Atelier am Norstrand, es befindet sich am Ende des Dorfes kurz vorm Feldweg Richtung Kap Arkona. Hier gibt es handgeschöpfte Papiere, wie Schmuckkarten und Briefpapier; Strandholzschmuck und Aquarelle. Eindrucksvoll sind jedoch die weiteren Bewohner des Geschäfts: dicht über den Köpfen segeln mitten im Ladenraum Rauchschwalben umher und steuern zielgerichtet ihr Nest an, das die Tiere an einem Ölbild befestigt haben.

Und wenn ihr dann den Feldweg Richtung Kap Arkona weitergeht, kommt ihr zu Teufelssee. Hier könnt ihr Abends die Unken rufen hören. Auch das ist mittlerweile eine Seltenheit.

Wenn ihr von Putgarten nach Vitt lauft, sind die Felder gerade wunderschön rot von der Mohnblüte, da geht mir alten Drachen das Herz auf.

In dem wunderschön Fischerort Vitt (2 km von Putgarten, schöner Fußweg), dessen 30 Einwohner im schönsten Dorf Rügens wohnen kann man wunderbar verweilen. In der historischen Kneipe in Vitt essen wir (die Inselmaus und ich) oft wunderbare Gerichte (natürlich holt uns die Inselmaus das Essen) und der Steinstrand mit Fischräucherhütte ist urig. Ich pausiere sehr gerne bei der achteckigen reetgedeckten (nicht mehr) ‚weißen‘ Kapelle, die für den Pfarrer und Dichter Kosegarten gebaut wurde (auf dem Hügel oberhalb von Vitt), damit er nicht bei Wind und Wetter ungeschützt am Strand Predigten halten musste und die Fischer während der Predigt ihren Hering sehen konnten.

 

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